EU - positive und negative Integration

19.04.2019

 

18:30 Uhr

 

 

 

 

 

apl. Prof. Dr. Martin Höpner

 

Vortrag mit anschließender Diskussion

 

 

 

 

Die europäische Integration hat eine eigentümliche Schlagseite. Die EU schützt die wirtschaftlichen Freiheiten auf dem Binnenmarkt höchst effektiv und hat sehr erfolgreich ein eigenes Wettbewerbsregime errichtet. Die Binnenmarktregeln und das Wettbewerbsrecht strahlen inzwischen auf alle nur erdenklichen Politikfelder aus und entfalten dort liberalisierende Wirkungen. Das soziale Versprechen der europäischen Integration kommt seit dem Binnenmarktprogramm hingegen keinen Schritt voran. Woran liegt das eigentlich? An der Lobbymacht der Unternehmen? Oder daran, dass die europäischen Entscheidungsträger, inklusive der Richter des Europäischen Gerichtshofs, eine neoliberale Grundhaltung haben? Im Gespräch mit Martin Höpner lernen wir eine alternative Erklärung kennen: die Lehre von der Asymmetrie zwischen der „positiven“, auf europäischer Ebene gestaltenden und der „negativen“, auf Ebene der Mitgliedstaaten liberalisierenden Integration. Diese beiden Integrationsdynamiken, so werden wir sehen, haben höchst unterschiedliche, in der Logik der europäischen Integration verwurzelte Antriebskräfte. Diese Einsicht hat Auswirkungen auf das, was wir realistischerweise von der EU erwarten dürfen: Auch auf mittlere Sicht steht das „Soziale Europa“ nicht vor der Tür.

 

Apl. Prof. Dr. Martin Höpner ist Politikwissenschaftler und Forschungsgruppenleiter am Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Seine Forschungsgruppe untersucht die europäische Integration aus Perspektive der Vergleichenden Politischen Ökonomie, nimmt also zum Ausgangspunkt, dass die Europäische Union aus höchst heterogenen Wirtschafts- und Sozialmodellen besteht – mit unterschiedlichen Wohlstandsniveaus, Unternehmensverfassungen, Regimen der Lohnfindung und Wohlfahrtsstaaten. Zudem ist Martin Höpner außerplanmäßiger Professor an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.

 

 

 

 

 

 

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© Sabine Marx