Tod in der Moderne

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30.10.2020

 

18:30 Uhr

 

"Tod in der Moderne"

 

Dr. Werner Köhne

 

 

Das abgelaufene Jahr, das man mit dem Ausdruck Coronazeiten schrill zu etikettieren versucht hat, bringt es an den Tag: Unser Verhältnis zu Krankheit und Tod ist prekär – und speist sich aus einer massiven Verengung unseres Lebens. Wir haben die Lust am Leben eingetauscht gegen die Gier nicht sterben zu müssen, vemutet der Philosoph Peter Strasser. Ebenso ließe sich mit dem Historiker Phillip Aries sagen, dass in der Moderne der Tod verwildert sei – trotz aller Bemühungen, ihn auszumerzen, aufzuschieben, ideologisch in Dienst zu nehmen und systemisch zu objektivieren. Wer bezweifelt noch, dass wir vornehmlich im Banne der Medizin unsere endliche Individualität definieren (Michel Foucault) und kaum noch in romantischen Selbstbezeugungen und religiösen Ritualen.

Mehr als 30 Jahre nach seiner Promotionsschrift „Die Inversion des Todes in der Moderne“ legt der Autor nun eine Essaysammlung vor, in der er andere Wege zum Thema anbietet. Es handelt sich um kurze Essays, Geschichten, Bild- und Filmmeditationen, kurz Gedankensplitter, in denen unser Umgang mit dem Tod aufgezeigt wird. Die Texte stellen sich in die Tradition einer spätmittelalterlichen Ars Moriendi – ohne allerdings deren religiöse Dogmen zu teilen. Letztlich geht es um die Frage: Wie gehen wir in einer aufgeklärten Welt mit unserer Endlichkeit um, einer Endlichkeit, die – so wussten es schon die neidvollen Götter der Antike - die einzige Quelle menschlichen Glücks ist? 

 

Dr. Werner Köhne, promovierter Philosoph, ist freier Autor und Regisseur bei arte und ZDF.

 

 

 

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© Sabine Marx