Das ungelebte Leben und der abstrakte Tod

 

15.10.2022

 

18:30 Uhr

 

 

"Das ungelebte Leben und der abstrakte Tod"

Eine Meditation auf das Coronageschehen

 

Dr. Werner Köhneb

 

 

 

Zwei Jahre „Corona Pandemie” haben diese unter der dünnen Decke der modernen Zivilisation verborgene Frage ans Tageslicht gehoben: Wie gehen wir als Menschen mit unserer Endlichkeit aber auch unstillbaren Sehnsucht nach einem Weiterleben nach dem Tode um – nachdem die religiöse Heilsgeschichte in praktischer Hinsicht auserzählt ist, mitsamt Himmel Hölle und was sonst noch?

 

Das uns auferlegte Schicksal des Todes war immer integriert in eine Kultur. in der sich ein bestimmter Austausch zwischen Leben und Tod vollzog, in der die individuelle Lebenszeit und die allgemeine Weltzeit eine mythische oder religiöse Verknüpfung erfuhren

 

Dieser Austausch ist in den letzten zwei Jahren massiv einer binären Polarität von Leben und Tod gewichen, die sich in Hinblick auf die „Pandemie“ so ausdrückt: Während der Tod gemeinhin verdrängt und tabuisiert wird, tritt er im Rahmen der Coronapolitik als moralisch getönte Todesdrohung wieder auf. Dieser Todesdrohung korrespondiert eine fanatisch betriebene Gesundheitspolitik. In ihr wird Leben ausschließlich definiert als Lebenserhaltung.

 

Der Philosoph Peter Strasser hat das so gefasst: „Wir haben die Lust am Leben eingetauscht gegen die Gier, nicht sterben zu müssen.“ Wir sind hier genau auf die Matrix des Coronageschehens gestoßen: Wir sind inzwischen zu Patienten mutiert, welche die Vielfalt und unendliche Intensität des Lebens einem seelenlosen Dasein als metaphysisch ausgebrannte “Überlebende” opfern.

Der heute vielleicht verhängnisvollste „einfache“ Satz lautet heute „Hauptsache gesund“. Was steckt hinter dieser obsessiven Einschränkung des Lebens? Welche Verbindung gehen darin Moral, Affekte und wahnhafter Fortschrittsglaube ein?

 

 

Dr. Werner Köhne ist promovierter Philosoph und als Autor, Kolumnist, Regisseur zahlreicher Dokumentationen (u.a. für zdf und arte), Essayist und Rezensent tätig.

 

 

 

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