globalisierung im übergang

 

 

21.11.2026

18:30 Uhr

 

Prof. i.R. Dr. Andrea Komlosy

 

Globalisierung im Übergang

Zerfall, Teilung oder Erneuerung des Weltsystems

Buchvorstellung

 

Das Buch wird im Oktober 2026 erscheinen

 

Moderation:

Marie Wasilewski

 

Und wieder habe ich die Ehre, einen Gast aus Wien zu begrüßen!

Wir dürfen sehr gespannt sein.

 

Um die Jahrtausendwende, spätestens mit der Weltwirtschafskrise 2008, so Komlosy, haben die globalen ökonomischen Verflechtungen ihren Zenit überschritten. Seither nehmen regionale bzw. nationalstaatliche Protektionismen zu. Treibende Kraft für diese welthistorische Veränderung ist die chinesische Produktivität, auf die die USA im Abstieg mit Schutzmaßnahmen reagieren.

Die weltweit feststellbaren Unterbrechungen globaler Beziehungen gehen über zyklische Krisenerscheinungen hinaus. Augenscheinlich wird dies in der Sprengung der Nord Stream-Pipeline 2022 und der Blockade der Straße von Hormuz 2026. Sie sind mehr als Sinnbilder für eine regelrechte Teilung der Welt in einen chinesisch geführten eurasisch-pazifischen und einen - noch - US-geführten transatlantischen Raum. Der russisch-ukrainische Krieg und die Kriege im Nahen Osten verfestigen diese Teilung. Bei Komlosy steht der "alte Westen" dem "neuen Süden" gegenüber, wobei sie China und Russland diesem "Süden" zurechnet.

Um die welthistorische Bedeutung dieses Übergangs zu unterstreichen, geht Komlosy in die Geschichte zurück und ruft die "Pax Britannica" des 19. Jahrhunderts und ihre Ablösung durch das "amerikanische Jahrhundert" nach 1945 in Erinnerung. Damit wird die Wiederkehr der chinesischen Zentralität, die bereits im 18. Jahrhundert bestanden hatte, verständlicher und historisch einordenbar.

 

Andrea Komlosy, geboren 1957 in Wien, ist Professorin i. R. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien. Zuletzt sind von ihr im Promedia Verlag erschienen: Schau  H I E R

 

Sehr interessant auch ihr Artikel zu Corona

zu lesen   H I E R

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© Sabine Marx