kommentare

Kommentare

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder
  • Alfred Herrmann (Freitag, 04. September 2026 14:58)

    Sehr geehrter Herr Küpper, ja, wir erleben eine Zeitenwende, die sich in Europa und besonders in Deutschland ein Niedergang anfühlt, bei dem Talsohle noch lange nicht in Sicht ist. Wenn sich die Deutschen auf die "deutschen Tugenden" besinnen würden, sähe ich noch Hoffnung auf Einsicht und Umkehr. In meinem Blog zeitenwende.work habe ich dazu ein Essay geschrieben: https://blog.it-progress.de/land-der-tugend

  • Kai Küpper (Donnerstag, 03. September 2026 16:53)

    Veranstaltung Philosophischer Salon am 29.08.2026

    Es sind viele Eindrücke entstanden, die mich auch zum Nachdenken gebracht haben. Viele Gedanken, die geäußert wurden, habe ich persönlich auch in meiner Vergangenheit behandelt. Aber was soll dein Salon darstellen oder bewirken? Eine Insel, wo ich meine persönlichen Gedanken äußern kann und darf oder auch ein Kreis, der tatsächlich etwas ändern will?



    Es war das erste Mal, dass ich dem Salon beiwohnen dürfte. Alle Themen fokussierten sich auf Deutschland. Ich bin auch der Meinung, dass sich vieles in unserem Land ändern muss. Ich selbst arbeite im Öffentlichen Dienst und habe täglich mit den Auswirkungen der Politik zu tun. Und das ist ebenso meine Meinung, ich brauche keine AFD. Sie wird sicherlich etwas in Deutschland ändern, die Frage ist nur, was sie ändern wird. Menschen, die illegal in unser Land kommen und es nun verlassen sollen, ok. Menschen, die unser Land verlassen sollten, weil der Asylantrag abgelehnt wurde, ok. Dies nur Beispiele, all das wird unter Kollegen auch kontrovers diskutiert. Aber hat sie die Kraft Dinge zu ändern, die Deutschland in die richtige Richtung bringt. Nun, die richtige Richtung interpretieren alle anders. Ich ebenso wie eine AFD oder CDU usw. sowie alle in unserem Land auch. Den Zustand, den wir heute haben ist in vielen Jahren entstanden und lässt sich nicht innerhalb einer Legislaturperiode ändern. Das braucht Ausdauer und viel Geduld. Hier möchte ich das erste Thema des gestrigen Abends aufnehmen. Das Bilden einer politischen Meinung.



    Ich denke, dass wir ganz woanders beginnen müssten. Und zwar in der Erziehung unserer Kinder. Eine klassische Familie mit zwei Kindern sollte in der Lage sein, mit einem Gehalt die Familie ernähren zu können. Das ist aber nicht im Niedriglohnsektor möglich. Und dieser Bereich wird von der breiten Masse beherrscht. Diese Familien kämpfen tagtäglich um die Existenz. Es muss sich lohnen, arbeiten zu gehen. Der Abstand zwischen Menschen, die SGB II Leistungen erhalten und denen, die arbeiten gehen. In der täglichen Praxis ist es aber so, dass es keinen Unterschied gibt oder er so gering ist, dass es praktischer ist, die soziale Hängematte zu nutzen. Denn jeder, der arbeiten könnte, es aber nicht macht, stellt sich in vielen Bereichen besser.

    Ein Beispiel:

    Die Familie arbeitet im Niedriglohnsektor, bekommt keine SGB II Leistungen. Ein Kind oder vielleicht gleich beide Kinder sollen auf Klassenfahrt gehen. Die Eltern müssen, obwohl ihnen nicht viel mehr Geld zur Verfügung steht, die Klassenfahrten ihrer Kinder selbst stemmen. Wir reden hier schnell von mehreren hundert Euro. Die Familie, die SGB II Leistungen erhalten, stellen einen Antrag über Bildung und Teilhabe und die Fahrt wird vom Staat bezahlt, weil sozial schwache Familien unterstützt werden sollen. Das Geld, was die arbeitende Familie aufbringen muss, fehlt ihnen später beim eigenen Urlaub, den sie bitter nötig haben, weil sie sich auch erholen müssen. Im Klartext bedeutet dies, dass entweder der bescheidene Urlaub der Familie flachfällt oder die Kinder zu Hause bleiben und zur Schule gehen, während die Kinder die SGB II Leistungen erhalten, mit auf Klassenfahrt gehen. Hier möchte ich noch anmerken, welchen Hänseleien die Kinder ausgesetzt sind. Das ist leider kein Einzelfall.



    Zusätzlich ist zu beobachten, dass die Kinder, die heute in die Schule kommen, oft gar nicht schulfähig sind. Sie machen noch oft in die Hose, können die Toilette nicht richtig nutzen, haben oft Probleme sich in die Klassengemeinschaft einzufügen. Der vorgesehene Schulstoff wurde aufgrund dessen nach unten korrigiert. Das hatte zur Folge, dass letztendlich das gesamte Schulniveau zurückgefahren wurde, weil man sich nach dem schwächsten in der Klasse richten muss, damit er mitkommt. Das zu ändern bedeutet, dass wir hier über einen Zeitraum von ca. ab heute 20 Jahren reden, sollte hier eine Änderung eintreten. Meine subjektive Einschätzung, es ist unmöglich dies umzusetzen, da keine politische Kraft in der Lage ist, dass zu entscheiden. Dies müsste eine volkswirtschaftliche Doktrin werden, an die sich alle politischen Parteien zu halten haben.

    Des Weiteren steht für mich das Thema Kultur im Vordergrund. Immer nach dem Motto, wenn ich weiß, wo ich herkomme, weiß ich, wohin ich will. Und vor allem, ich weiß, wer ich bin. Aber was ist Kultur, die deutsche Kultur. Deutsche Tugenden, gelten sie heute noch? Goethe, Schiller, Lessing oder Bach, Beethoven, Brahms, das ist ein Teil der deutschen Kultur. Aber wer bringt sie den Heranwachsenden nahe? Wenn es die Familie nicht macht, wer dann? Sicher es gibt das Unterrichtsfach Geschichte. Eine andere Sache, so wie ich finde, gehört auch dazu und zwar das beherrschen einer Fremdsprache. Gehört dieses Thema mit zum Thema Kultur? Ich finde schon oder es kreuzt sich zumindest mit dem ersten Thema sehr stark.

    Hierzu auch ein Beispiel:

    Ich hatte die Möglichkeit Schweden vor kurzem zu besuchen. Mir ist hier sehr stark aufgefallen, dass jede Person dort englisch gesprochen hat. Ältere Personen im Supermarkt oder auf der Straße, waren in der Lage sich mit mir in englisch zu unterhalten. Sogar die Kassiererin im Supermarkt sprach ohne stottern englisch. Ich stelle mir die Situation gerade in Deutschland vor. Das war nicht nur in Großstädten so sondern eher auf dem Land.



    Sollte der Gedanke aufkommen, ich sei jemand, der die Frau am Kochtopf sieht und sie sich der Kindererziehung widmen soll, so ist die Einschätzung völlig verkehrt. Erziehung geht beide an, Mann und Frau. Der Klassiker ist aber, dass der Mann Vollzeit arbeiten geht und die Frau Teilzeit und sich dann um die Sicherstellung der Kinderbetreuung kümmert.



    Es liegt auch an den Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle zu entwickeln.

Druckversion | Sitemap
© Sabine Marx